Heimatverein Rhade

St. Urbanus Rhade

St. Urbanus

St. Urbanus - Pfarrkirche zu Rhade (1839)

Seit mehr als 500 Jahren ist die St. Urbanus-Pfarrkirche Mittelpunkt des Rhader Gemeindelebens.
Hier eine kurze tabellarische Darstellung ihrer Geschichte:


Papst Urban V Die Urbanus-Statue, hergestellt um 1725. Sie zeigt den Namenspatron unserer Kirche, Papst Urban V (1362 - 1370).


Kirchenfenster in Rhade Dieser gilt auch als Patron der Winzer und trägt daher in vielen Darstellungen neben päpstlichem Ornat, Buch, Schwert oder Hirtenstab auch Weintrauben in den Händen, wie auch das Kirchenfenster zeigt.


Gottesmutter Die Gottesmutter mit Zepter, einst stand sie auf dem Marienaltar, trägt den gekrönten Heiland, der eine vergoldete Weltkugel hält. Die Figur könnte nach dem Inventarium aus dem Jahre 1823 bereits zu dieser Zeit die Pfarrkirche geschmückt haben.


Grundstein Im Juli 1841 wurde die im spätklassizistischen Stil, aus Emmelkämper- und Rhader Bruchstein gebaute Kirche eingeweiht, siehe rechts gezeigte Inschrift: "Consecratum die XXIme Julii MDCCCXLI"


Gebrüder Ewaldi Die Holz-Statue der Gebrüder Ewaldi(von Nico Imbusch): Als Gefährten des hl. Willibrord von Irland mit nach Westfalen gezogen, erlitten sie vermutlich in der Nähe von Bocholt 695 den Märtyrertod. In Rhade sind sie die Patrone des 1976 fertiggestellten Gemeindezentrums am Kalten Bach.


Kirchenfenster in Rhade In die Westseite des Kirchturmes wurde in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Fenster mit dem Symbol des Heiligen Geistes eingesetzt. Dieses Turmfenster heißt auch Doppelkopffenster, weil es durch die Doppelkopfrunden (ein Kartenspiel), an denen Pfarrer Debbing in der Regel bei Köster, Krebber oder Küper beteiligt war, finanziert wurde.


Ostermosaik Das Ostermosaik zeigt den auferstandenen Christus. Es wurde im Zuge der Kirchenneugestaltung von Anton Nachtigäller aus Sendenhorst geschaffen.


Kirchenfenster Das rechte Fenster der Südseite zeigt den betenden Pastor Debbing, vor der Kirche das alte Klodtsche Haus.


Neue Orgel in Rhade Die neue Orgel, 1998 eingeführt, eine Schleifladen-Orgel mit 23 Registern mit mechanischem Spiel und elektrischer Registertraktur. Die 23 Register verteilen sich auf 2 Manuale und das Pedal.


Taufstein Der Taufstein stammt vermutlich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Er schließt das Nord-Seitenschiff nach Osten ab. Sein Gehäuse ist aus Sandstein.


Neu Kirchenglocken Ein historischer Moment für die Rhader Kirche und Bevölkerung: Die Kirchenglocken wurden 1917, im dritten Kriegsjahr des 1. Weltkrieges von der Rüstungsindustrie "benötigt". Glocken wurden zu Kanonen umgeschmolzen.


Kreutzgruppe Die Kreuzgruppe in den Außenanlagen steht auf dem Boden des ehemaligen Friedhofes, "Kerkhoff" genannt. Die vielen gußeisernen Grabkreuze sind leider verschwunden.


Pastoratsgebäude Das Pastoratsgebäude, funktionell und modern.


Carola Martius Haus Gegenüber dem Kirchturm: Das Carola-Martius-Haus (CMH), benannt nach der unvergessenen und beliebten Rhader Ärztin Carola Martius.